Wer Erinnerungen, Momente und Situationen in Bildern festhalten möchte, wird über kurz oder lang zu einem Fotoapparat greifen. Gerade Anfänger denken dabei oft, dass sie nur die Kamera anschalten und auf den Auslöser drücken müssen und schon entstünden gute Fotos. Das dies aber nicht der Fall ist, zeigen zahlreiche Fotografien von Hobbyfotografen. Dabei machen Anfänger in der Regel immer die gleichen Fehler.
Viele Neu-Fotografen greifen zur Digitalkamera, schalten sie an, halten sie auf den Bildausschnitt und drücken ab. Was dadurch entsteht sind oftmals verwackelte Bilder, denn viele Kameras haben eine automatische Scharfstellung. Dafür muss der Auslöser jedoch erst einmal leicht gedrückt werden, bis das Bild scharf gestellt wurde, und dann durchgedrückt werden. Auch ein zwischenzeitliches Loslassen des Auslösers sorgt dafür, dass das Foto unscharf wird oder verwackelt.
Ein weiterer typischer Anfängerfehler beim Fotografieren ist die Motivwahl. Oftmals wird wild drauflos geknippst und erst zuhause werden unschöne Details im Hintergrund der Bildkomposition bemerkt. Diese könnten leicht vermieden werden, würde sich der Fotograf einen Moment Zeit für die Aufnahme nehmen. Es sollte darauf geachtet werden, ob nur die gewünschten Motive im Bild vorhanden sind. Erst dann sollte der Auslöser gedrückt werden.
Die Lichteinstellungen sind ein weiteres Problem bei Neulingen der Fotografie. Wenn die Sonne das Bild zu hell beleuchtet oder dunkle Plätze ohne Blitz fotografiert werden, ärgern sich viele Fotografen hinterher über das Foto, das nicht zeigt, was eigentlich gesehen wurde. Wer die Anleitung des Fotoapparates gründlich liest, nie gegen die Sonne fotografiert und den automatischen Blitz des Gerätes richtig nutzt, kann diese Ärgernisse vermeiden.
Die meisten der neumodischen Digitalkameras haben verschiedene Einstellungen für die unterschiedlichsten Situationen. So werden Licht- und Kontrasteinstellungen für Kinder, Sonnenuntergang, Schnee, Natur, Räume, Essen und Sport angeboten, die leider selten verwendet werden. Dabei wäre es gerade für Anfänger hilfreich, diese Programme zu nutzen, um schöne Bilder zu fotografieren. Wer sich nicht mit den Einstellungen auskennt und nur im Automatikmodus fotografiert, wird so mit Sicherheit die ein oder andere unschöne Überraschung erleben.
Der letzte der fünf typischen Anfängerfehler beim Fotografieren ist die mangelnde Bewegung. Da heutzutage alle Digitalkameras mit Zoomfunktion ausgestattet sind, wird der Zoom viel zu schnell benutzt. Gerade beim digitalen Zoom kann es so passieren, dass die Bilder unscharf werden, sollten sie später auf dem Computer begutachtet werden. Motive, die zu Fuß erreicht werden können, sollten daher auch aus der Nähe fotografiert werden und nicht aufgrund von Bewegungsfaulheit mit dem Zoom.